Conwide

Geben Sie uns wenige Sekunden. Wir laden die Seite .. .

Finanzierung, Skontoberechnung (Betrieb)

Finanzierung, Skontoberechnung (Betrieb) - Conwide, Community Kontakt Portal

Hier übersichtlich dargestellt, das grundlegende Wissen über die Arten der Finanzierung (Außenfinanzierung und Innenfinanzierung) in einem Unternehmen.

Finanzierung von Außen
(Außenfinanzierung Unternehmen/Betrieb)

Beteiligung
[ Eigenkapitalzuführung ]
Finanzierung Fremd
[ Fremdfinanzierung ]
Mezzanine / Hybriden Charakter
[ steht zwischen Eigen- und Fremdkapital,
aus dem ital.Zwischengeschoss ]
a) Neue Gesellschafter
b) Neue Aktien
a) Finanzierung über Kredit

  • in kurzfristige
    [ Lieferantenkredit (Zahlungsziel vom Lieferanten),
    Anzahlungen von Kunden, Kontokorrentkredit ]
  • mittelfristige
    [ Laufzeit ca. 1-5 Jahre ]
  • langfristige Darlehen
    [ Laufzeit ab 5 Jahre ]

b) Substitute
[ wie Leasing oder
Factoring (Erlös aus dem Verkauf von Forderungen) ]

  • atypische ?§15 (2) ESTG, Der stille Gesellschafter ist nicht nur am Gewinn und Verlust beteiligt, sondern hat auch Mitbestimmungsrechte, wie bei einer Offenen Handelsgesellschaft, Kommanditgesellschaft oder einer anderen Gesellschaft.” oder typische stille Beteiligung ?§20 (4) ESTG, Der stille Gesellschafter ist nur am Gewinn und Verlust beteiligt, gemäß §233 (1) HGB hat er nur Kontrollrechte.”
  • Wandelschuldverschreibungen ?§221 AktG, auch Wandelanleihe [ engl.Convertible Bonds ]. Ist ein festverzinslichen Wertpapier und wird von der Aktiengesellschaft ausgegeben. Die AG hat somit für eine bestimmte Zeit billiges Geld vom Anleger [Obligationär, Investor]. Diese Wandelanleihe verbriefen dem Anleger das Recht, die Wandelanleihe in eine bestimmte Anzahl von Aktien und in einer bestimmten Frist umzutauschen. Falls der Anleger davon nicht gebraucht macht, hat der Anleger Anspruch auf die feste Verzinsung und Rückzahlung in Höhe des Nennwertes. Für dieses Wandelrecht, erhält der Anleger jedoch niedrigere Zinsen als üblich. Der Anleger kann sich dafür entscheiden, ob er Teilhaber der AG sein möchte oder Gläubiger. Die Hauptversammlung muss mit mindestens 3/4 Mehrheit dieser bedingten Kapitalerhöhung zustimmmen §192 (1) AktG.”
  • Optionsanleihen ?Zins vergleichbar mit Wandelanleihe Anspruch auf den Nennbetrag. Recht: Unternehmensaktien zu einem vorab festgelegten Preis, dem Ausübungspreis beziehungsweise dem Strike, zu kaufen. — Call – Put — Über Zins- und Rückzahlung hinaus, zusätzlich Aktien oder Anleihen zu vorab festgelegten Bedingungen während einer bestimmten Frist zu beziehen, wenn er dafür optiert (wählt), der sog. Optionsschein erlischt somit nicht.
  • nachrangige Darlehen ?Der Fremdkapitalgeber der dieses nachrangige Darlehen für ein Unternehmen zur Verfügung stellt, erhält i.d.R. einen hohen Zinssatz. Wichtig: Bei Insolvenz des Unternehmens wird der Fremdkapitalgeber nachrangig bedient. Das heißt: Vorranig werden die anderen nicht (nachrangigen) Gläubiger zuerst bedient. Es könnte also sein, dass der Fremdkapitalgeber eines Nachrangdarlehens leer ausgeht und nichts mehr bekommt – für dieses Risiko erhält der Fremdkapitalgeber i.d.R. jedoch einen hohen Zinssatz. Rechtlich gehört das nachrangige Darlehen zum Fremdkapital.
    [ Gewinn-Besteuerung §20 i.V.m. §43a EStG ]

Finanzierung von Innen
(Innenfinanzierung Unternehmen/Betrieb)

Verhindern, dass Geld nach außen abfließt,
beispielsweise:
– Steuern an das Finanzamt
– Dividende an Aktionäre
Selbstfinanzierung Abschreibungen Rückstellungen Vermögensumschichtung
Sale-and-Lease-Back
Königsklasse!
Selbstfinanzierung

  • Stille Finanzierung?1.Unterbewertung von Aktiva, die sog. Stille Reserven ( Buchwert niedriger als der Zeitwert ) – MERKE: stille Rücklagen genannt nur bei b.KapG — erst bei Realisierung Verkauf der Vermögensgegenstände werden diese entdeckt und der Gewinn zwischen Bilanzwert (Buchwert) und Verkaufspreis, muss als außerordentlicher Gewinn bilanziert werden. Auch überhöhte Abschreibungen zählen dazu, wodurch der Gewinn gemindert wird. — 2.Überwertung von Passiva, überhöhte Rückstellungen..
  • Offene Finanzierung ?Bereits versteuerter, aber einbehaltener Gewinn [ genannt auch Thesaurierung ]; werden entweder auf den Kapitalkonten gutschrieben ( bei Einzelunternehmen, Personengesellschaften ) oder auf Rücklagenkonto (KapG) gesammelt.
  • Cash Flow ?Die direkte Ermittlung erfolgt aus Einzahlung minus Auszahlung [ Bewegungen der Bank und Kassenkonten ]. Er lässt erkennen, in welchem Maße ein Unternehmen Finanzmittel aus eigener Kraft erwirtschaftet kann. MERKE: Ein Beispiel für eine Einnahme, die nicht gleichzeitig eine Einzahlung ist, ist der Warenverkauf auf Ziel. — Einnahme oder Ausgabe, stellt also erstmal nur eine Forderung oder Verbindlichkeit dar, jedoch keine Einzahlung oder Auszahlung ..
Abschreibungen (AfA)
– Sind Aufwandsposten –
Aufwandsposten mindern den Gewinn, dadurch verringert sich die Steuerlast.
Rückstellungen §249 HGB
Werden gebildet für zukünftige ungewisse Verbindlichkeiten [ z.B. für noch zu zahlende Steuern, Prozesskosten.. ] deren Zeitpunkt und Höhe nicht genau bestimmt ist. Das Abfließen ist aber zu erwarten und gehört jetzt schon zum Fremdkapital → Rückstellungen mindern den steuerbaren Gewinn.
— Bei Kapitalgesellschaften wird diese Position “Rücklagen” genannt und wird anders behandelt, §266 (3) HGB → Rücklagen entstehen aus dem versteuerten Gewinn.
  • Vermögensumschichtung
    Umwandlung der Aktiva in Zahlungsmittel, z.B.:
    Verkauf ungenutzter Grundstücke, Gebäude. Diese Freisetzung bisher gebundener Vermögenswerte, wird auch als Desinvestition bezeichnet. Oft führt das zur Auflösung stiller Reserven.
  • Sale-and-Lease-Back
    Verkauf von Vermögensteilen (Anlagevermögen), mit sofortiger Rückmiete (Leasing). – Der Gewinn steigt im Jahr des Verkaufes und kann zur Tilgung von Schulden verwendet werden. Jedoch mit Verlusten von eventuellen Rechten zum Beispiel an Immobilien
    [Nutzung (Reklame, Name usw.]

+ Grundsätze der Finanzierung (Finanzierungsregel)

Grundsätze der Finanzierung (Finanzierungsregel)

Goldende Finanzierungsregel

Goldende Bilanzregel

Kapitalstruktur – Regel

Die Bindungsdauer des Fremdkapital sollte der Nutzungsdauer der Vermögenswerte (Anlagevermögen / Umlaufvermögen) entsprechen. = Fristenkongruenz Es wird erwartet, dass nach Amortisierung der Investition das eingesetzte Kapital wieder zur Verfügung steht. Das Anlagevermögen sollte entweder ganz durch das Eigenkapital ´Anlagendeckung I´ oder durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital finanziert werden ´Anlagendeckung II´.
Bei nicht Einhaltung: Laufzeit und Zinsrisiko. Die Kreditmöglichkeit (Bonität) steigt mit der Höhe des Eigenkapitalanteils.
Das Fremdkapital sollte nicht größer, als das Eigenkapital sein.


+ Interpendenz / Rentabilität, Sicherheit, Liquidität

Interpendenz / Rentabilität, Sicherheit, Liquidität

  • a) Investitionen mit hoher Rentabilität, sind häufig risikoreich
  • b) Sichere Anlagen sind im Allgemeinen weniger ertragsreich
  • c) Eine hohe Liquidität erhöht zwar die Sicherheit, senkt jedoch die Rentabilität


+ Skontoberechnung, Rechnung auf Ziel?

Skontoberechnung, Rechnung auf Ziel?

Wir alle kennen den Begriff “Skonto”. Eine Zinsvergütung, sofern die Zahlung binnen einer zeitlichen Frist erfolgt. Dieses Anreizsystem soll eine sichere und schnelle Zahlung gewährleisten. Dabei ist zu beachten, dass der Lieferant in seiner Preiskalkulation, die Gewährung von Skonto und Rabatt schon einbezogen hat.

Beispiel

  • Auf der Rechnung:
  • Zahlungsziel = 30 Tage netto [ also ohne Abzug ]
  • 8 Tage = Abzug von 3% erlaubt
3 • 360 • 100
22 • 97
= 50,60 %

Erklärung

Folgende Berechnung zeigt, dass die Skontoausnutzung und Zahlung innerhalb von 8 Tagen – sinnvoll sein kann. Denn bei einem angenommen Beispiel von 10.000 € und 3% Skonto, bedeutet das einen Skontoabzug von 300 €. Diese Summe stellt einen effektiven Jahreszins von 50,60% dar!

Der Skontoabzug von 300 € bezieht sich auf den Zahlungsaufschub von 22 Tagen ( 30 – 8 Tagen )

Proberechnung / Zinssatz

p % = Z • 360 • 100
K • t
50,60 % = 300 • 360 • 100
9700 • 22


Quellenangaben +

Author: Sebastian Dalipi
Hinweis:
Dieser Artikel wurde 2010 erstmalig auf unserer anderen Webseite veröffentlicht.
Allgemeine Quellen:
private Mitschriften /Ausbildung zum Wirtschaftsfachwirt und geprüften Betriebswirt IHK
Bild im Header
Fotograf: conwide.de

Kommentare +
0 Kommentare
Kommentar verfassen

Hinterlasse ein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

©2017 Conwide Community-Kontakt-Portal (Dating), Version 2

Mit Ihren Daten anmelden

oder    

Haben Sie Ihre Zugangsdaten vergessen?

Create Account