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Inflation Deflation, Vergleich

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Inflation und Deflation haben unterschiedliche Auswirkungen. Der Staat möchte mit seiner Fiskalpolitik steuernd eingreifen. Auch wenn die Auswirkungen dieser fiskalpolitischen Instrumente heute stark angezweifelt werden, ist es in Prüfungen und für das volkswirtschaftliche Verständnis entscheidend, diese fiskalpolitischen Instrumente zu kennen.

Allgemeine Auswirkung einer Inflation

Die Inflation betrifft allgemein Bezieher niedrigerer Einkommen härter, da sie nahezu ihr gesamtes Geld für die Grundsicherung ausgeben müssen – für das Sparen bleibt nichts mehr übrig, schlimmer noch: Bezieher niedrigerer Einkommen müssen sich verschulden. Auch schädigt die Inflation jene Personenhaushalte die über ein fixes Einkommen verfügen: Rentner, Arbeiter auf MiniJob Basis; eigentlich alle Arbeitnehmer, deren Lohn nicht entsprechend steigt. Bei einer Inflation verringert sich die reale Last für die Schuldner, d.h. die Schuldner sind begünstigt und die Gläubiger benachteiligt – vorausgesetzt das Einkommen steigt beim Schuldner entsprechend der Inflationsrate an.

Staaten oder Banken tendieren mehr zu einer Inflation als zu einer Deflation, da es kurzfristig wachstumsfördernde Effekte auslöst. Ein höheres Preisniveau gefährdet vorerst die Kreditrückzahlungen nicht und der Staat kann seinen Schuldenstand “real” kleiner halten bzw. über die Inflation mehr Steuern einnehmen, sowie aufgrund von Kreditvergaben (Investitionen tätigen, Konjunkturprogramme, Subventionen, Kredithilfen ..) kurzfristig auch die Arbeitslosigkeit kleiner halten. Nach großer Forderung der Arbeiter die Löhne entsprechend der Inflationsrate anzupassen, werden die Unternehmer im späteren Zuge jedoch keinen Anlass mehr sehen neue Arbeiter zu den besseren Bedingungen einzustellen, außer dort, wo es unbedingt notwendig ist. Mit Leasing- und Kreditfinanzierungen wird die notwendige Konsumnachfrage zudem auch ohne Anpassung der Löhne weiter aufrecht gehalten, was aber nach weiteren Zusammenhängen wieder neue Probleme für die Gesellschaft hervorbringt. Kurzgefasst ist der wachstumsfördernde Effekt einer hohen Inflation nur von kurzer Dauer.

Inflation
Störungen und Auswirkungen

Störung
Inflation
Verhältnis Maßnahmen
[ restriktiv ]
Auswirkungen
Die Inflation
soll max. 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr betragen, gemessen mit Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI). Eine Inflation bedeutet zunächst nichts anderes als die Aufblähung der in Umlauf gebrachte Geldmenge gegenüber der wirtschaftlichen Gesamtleistung. Wenn die Geldmenge zu wirtschaftlichen Gesamtleistung gleicht steigt, ist die Inflation == 0!
Geldvolumen ?Die Nachfragewirksame -Geldmenge kann durch ein höheres Einkommen steigen, höhere Kreditaufnahme, geringeres Sparen.. oder durch zusätzliches Geldvolumen, welches von der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgegeben wird, beispielsweise durch die sogenannten Rettungspakete und und .. > ist größer als die Gütermenge

  • Die Preise steigen allgemein künstlich an; eine Geldentwertung ist die Folge.
  • Für eine bestimmte Geldmenge können immer weniger Güter eingetauscht werden
  • Überhöhte Schuldenbereitschaft
  • Über die Inflation nimmt der Staat mehr Steuern ein
Erhöhung des
Leitzinses
Mit der restriktiven Maßnahmepolitik oder antizyklischen Maßnahmepolitik versucht man den steigenden Preisauftrieb mit der Reduzierung von Staatsausgaben entgegen zu steuern: Einschränkungen der Abschreibungsmöglichkeiten, weniger Subventionen, Erhöhung der Lohn- und Einkommenssteuersätze, Reduzierung von Sozialleistungen, Erhöhung der Steuern → zu Reduzierung des Konsums und des in Umlauf befindlichen Geldes – damit das Geld wieder mehr an Wert gewinnt (stabiler wird). Zusätzlich erhöht die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins und vergibt dadurch an die Geschäftsbanken weniger Geld, sodass das Sparen durch die attraktiveren Sparzinsen wieder rentabel wird. Die Produkte und die kreditfinanzierten Produkte werden jedoch auch teurer, sodass die Anbieter die Preise senken (theoretisch). Denn praktisch werden die fiskalpolitischen Erhöhungen, wie Lohn- und Einkommenssteuersätze auf den Verkaufspreis aufgeschlagen (Angebotsinduzierte Inflation)

Deflation
Störungen und Auswirkungen

Störung
Deflation
Verhältnis Maßnahmen
[ expansiv ]
Auswirkungen
Deflation Geldvolumen <
ist kleiner als die Gütermenge

  • Die Preise fallen; eine Geldwertsteigerung ist die Folge
  • Durch die Annahme, dass die Preise weiter fallen werden [Preistrenderwartung], verzögern die Konsumenten Ihre Kaufentscheidung, was die Preise noch weiter fallen lässt.
  • Fallende Preise mögen erstmals verlockend sein, doch durch den Angebotsüberhang senken die Unternehmen die Produktion; dadurch folgt ein Beschäftigungsrückgang mit einem Sinken des Volkseinkommens.
  • Wichtig: Deflation ist ein Prozess allgemeiner Preissenkungen, Geldwertsteigerung und nicht der Rückgang der Inflationsrate [Disinflation]
Senkung des
Leitzinses
Mit der expansiven Maßnahmepolitik soll erreicht werden, die Wirtschaft von einem stagnierenden Wachstum in einen Aufschwung zu bewegen [Konjunkturzyklus] – die Deflation zu stoppen. Die Europäische Zentralbank (EZB) vergibt wieder mehr Geld. Darüber hinaus setzt der Staat auf folgende Maßnahmen: Senkung der Einkommen- und Körperschaftssteuersätze, Sonderabschreibungen, mehr Subventionen, Investitionszulagen, Senkung der Lohn- und Einkommenssteuersätze, Zunahme von Sozialleistungen → Konjunkturprogramme werden gestartet.

Dadurch werden die Kredite günstiger und das Sparen lohnt sich in der Regel weniger → die Nachfrage nach Produkten und Waren wird wieder steigen (Konsum), was in späterer Abfolge zu mehr Produktion der Güter und Schaffung von Arbeitsplätzen führt.

Entgegen der Lehrmeinung oder der Meinung mancher Autoren sagen wir: Die gefühlte Preissteigerung ist die Inflation, die Sie tagtäglich erleben und spüren. Die durchschnittliche Preisentwicklung für ein Produkt wird in Deutschland mit dem Warenkorb gemessen und soll die gefühlte Preissteigerung angeben. Ausgewählte Güter (ca. 600) sind in dem Wägungsschema unterteilt. Diese Güter werden so ausgewählt, dass der Bürger das Gefühl hat, die Produkte haben sich kaum verteuert. Wir möchten dem statistischen Bundesamt keine bewusste Täuschung vorwerfen, doch wir denken im Zeitalter digitaler Warenwirtschaftssystemen kann die Erhebung von Preisen sehr aktuell erfolgen. Zudem ist die Unterscheidung was nun eine Inflation ist und was eine Preissteigerung ist, dem Bürger angesichts der Tatsache, dass die Preise stetig steigen – in der Unterscheidung egal. Die Aussagen, dass die Produkte teurer werden, wird gerne mit dem Zuwachs der Weltbevölkerung erklärt oder der Verknappung von Gütern. Selbstverständlich steigen aufgrund der Nachfrage auf dem Weltmarkt bestimmte Rohstoffe im Preis. Doch anstatt sich intensiv mit dem Thema der Ernährung und der Umverteilung von Nahrung, Wasser, Boden und mit sinnvoller Logistik, sowie neuer Produktion zu beschäftigen, folgen die Staaten anderen Regeln. Diese wenigen Faktoren haben Auswirkungen auf den Preis, Wohlstand und den Frieden auf der Welt (siehe Aktienmarkt /Spekulationen).

Zuerst folgt die Inflation, dann die Deflation

Bei einer Inflation findet eine Aufblähung der Schulden statt und Produktions-Überkapazitäten entstehen [ künstlicher Aufschwung der Wirtschaft ]. Diese Überkapazitäten werden in der Regel wieder abgebaut werden [ fehlende Nachfrage nach Gütern ]: Was zur Folge hat, dass die Arbeitsplätze reduziert werden → und sehr wahrscheinlich eine Deflation folgen wird.

  • Hoher Preisverfall
  • Arbeitslosenzahlen steigen und
  • erhöhter Kreditausfall (Insolvenz)

Im Konjunkturzyklus kann Deflation mit dem Konjunkturtief ?Zu dem Konjunkturzyklus gibt es unterschiedliche Theorien von Erklärungsansätzen — I. Aufschwung (Aufträge / Produktion steigen) II. Hochkonjunktur (Boom — Auslastungen der Unternehmen = Vollbeschäftigung) III. Abschwungphase IV. Konjunkturtief (Depression) gleichgesetzt werden. Der Vorteil dieser Prozesse im Konjunkturzyklus sind: Neue Konzepte, neue Ideen werden zur Stabilität der Volkswirtschaften umgesetzt [ Staat, Bürger, globale Ausrichtung = die Welt ]. Bleiben jedoch die notwendigen Anpassungsprozesse aus, erfolgen keine langfristigen Veränderungen der Volkswirtschaften. Die beispielsweise künstliche Erhaltung einer Hochkonjunktur durch Milliarden-Subventionen für Unternehmen, ohne dabei ernsthafte strukturelle Veränderungen vorzunehmen – verschiebt nur die Konjunkturphase zu einem späteren Zeitpunkt (Abschwungphase). Letzendlich wird die Abschwungphase heftiger und langdauernder sein. Ähnlich wie in Partnerschaften, die Probleme alleine mit materiellen Anreizen stimulieren wollen ohne die wirklichen Probleme anzupacken. Auch dort werden Probleme nur verlagert, nicht aber gelöst werden. Der Crash [ Zusammenbruch, Niederlage, Konkurs, Krisen, Unruhen .. ] wird folgen.

Quellenangaben +

Author: Sebastian Dalipi
Hinweis:
Dieser Artikel wurde 2011 erstmalig auf unserer anderen Webseite veröffentlicht.
Allgemeine Quellen:
Volkswirtschaftslehre, 4.Auflage 2000 ISBN 3-8085-9504-3
Außenwirtschaft 8.Auflage von Horst Siebert, Oliver Lorz ISBN 978-3-8282-0369-3
private Mitschriften /Ausbildung zum Wirtschaftsfachwirt und geprüften Betriebswirt IHK
Bild im Header
Fotograf: conwide.de

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